Teil eines Werkes 
2. Band (1820) Leben und Dichtung in Erzählungen / von Friederike Lohmann
Entstehung
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beinahe vokuͤber war, und die Mutter mit dem Eſſen ſchon auf Beide gewartet hatte. Sie mußten es endlich allein zu ſich nehmen, und ſelbſt die Daͤmmerung brach herein, ohne den Abweſenden wieder zu bringen. Frau Lieſe gab der tiefſinnigen Elsbeth eine Moͤhre in die Hand, ſie meinte: das werde ſie zerſtreuen, auch laſſe ſich das Gefertigte wohl brauchen. Das arme Maͤdchen ſchnitt ſtill in ihren Schooß, manches Thraͤnchen perlte mit den Scheiben hinab. Dagegen entfaltete die Mutter eine Welt voll An⸗ nehmlichkeit und Luſt vor ihrem Blick, die zuletzt die naſſen Augen trocknete, und den jugendlichen Sinn zu ſich hinzog. Endlich, ſchon in tiefer Finſterniß, trat Bartel ver⸗ druͤßlich ein. Er war faſt erſtarrt vor Kaͤlte, und warf ſich in den Seſſel am Ofen. Sollte ich doch, brummte er, noch den letz⸗ ten Tag alle Beſchwerden meiner elenden Lebensart doppelt und dreifach empfinden. Wie Ihr mich hier ſehet, bin ich den gan⸗ zen Tag unter kein Dach gekommen, und Berg auf, Berg ab, ohne Raſt und Ruhe gelaufen. 3

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