Teil eines Werkes 
2. Band (1820) Leben und Dichtung in Erzählungen / von Friederike Lohmann
Entstehung
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Wenn ich zuruͤckblicke in die Tage der Ju⸗ gend, ſo duͤnkt es mich wie dem Wanderer, der auf des Berges Hoͤhe ſich umſieht, und noch einmal das Thal uͤberſchaut, das ihm Freude, Erquickung und manche ſuͤße Stun⸗ de gab. Aber dichter Nebel umflort die gruͤ⸗ nen Auen, die Quellen und Blumen, den emporgewundenen oft muͤhvollen Pfad; nichts iſt mehr deuklich und klar, als der gegenwaͤrtige Augenblick voll ſchwerer Ermuͤdung, und die Ausſicht nach oben, die nun viel leuchtender und heller ſtrahlt, als in der Tiefe zu Anfang der Bahn. Und doch, wie iſt es ſo ſchoͤn, den Nebel zu durchdringen; ein langes, und Gott ſey Dank, faſt immer gluͤckliches Leben, das nun wie ein kurzer Traum verflogen iſt, noch vor ſeinem Ende pruͤfend anzuſehen, um die Erinnerung gleichſam zu feſſeln. Wie viel Stoff zu Freude, Dank und Preis. Ich bin faſt 72 Jahr, Kinder und Enkel umge⸗ ben mich, ich werde nicht lange mehr unter A 2