Teil eines Werkes 
2. Theil
Entstehung
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Sklave der Verzweiflung war, fand allerdings nach und nach Eingang in meine Seele. Das Schweigen, das ein ſo munterer Geſellſchafter

über einen ſo langen Zeitraum ſeines fruͤhern

Lebens beobachtete, war vielleicht gerade der Umſtand, der mich hauptſaͤchlich auf die Mei⸗ nung fuͤhrte, die Sie immer bekaͤmpften.

War denn ſeine Froͤhlichkeit bloß erkuͤn⸗ ſtelt? Ich glaube es keineswegs. Nein, ich glaube, daß unſer Freund, wenn wir einmahl heiter um ihn waren, wenn ſeine gewoͤhnliche Einſamkeit freundlich geſtoͤrt war, wenn er die Mahlzeit beſtellt, den Keller ausgeſucht, die Geſellſchaft um ſich verſammelt hatte, wirklich war, was er zu ſein ſchien. Bei ſolchen Ge⸗ legenheiten ging er, glaube ich, ganz in die

Froͤhlichkeit der Freunde ein, die er um ſich

hatte. Mit welcher Miene loͤſte er das alte, das urweltliche gruͤne Siegel einer Weinflaſche, mit welcher Munterkeit ſoderte er uns Juͤngere zum Geſang auf, wie froͤhlich ſtimmte er in den Chor ein, und mit welcher feierlichen Schalk⸗ heit brachte er ſeine wunderlichen Trinkſpruͤche aus!

Aber wie ſelten waren auch ſolche Gelegen⸗