Teil eines Werkes 
2. Theil
Entstehung
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ſtehen, daß ich bei dem Streite, den wir ſo oft uͤber ihn fuͤhrten, recht hatte, und Sie im Irr⸗ thume waren. Ich war allerdings anfanglich, und wahrend einer ziemlich langen heit, faſt glei⸗ cher Meinung mit Ihnen. So junge und ge⸗ dankenloſe Beobachter, als wir Beide zu der Zeit waren, wo wir Herrn Wald zuerſt kennen lernten, konnten wohl nicht leicht auf den Arg⸗ wohn gerathen, daß ein Mann, der eine fuͤr ſein Alter ſo ruͤſtige Geſundheit und Koͤrperkraft be⸗ ſaß, der ſich taͤglich ſo viel Bewegung machte,

de beinahe jaͤhrlich Reiſen von vielen hundert Meilen unternahm, und bis in ſeine letzte Le⸗ benszeit einen Ausflug nach Paris nicht viel anders als einen Gang in die Stadt berrachtete, ein Mann, der immer, ſo oft wir mit ihm zu⸗ ſammen waren, die Seele jeder Geſellſchaft war,

ſo leicht, ſo aufgeregt und munter, und ſelbſt

unſerm jugendlichen Frohſinne nicht ſelten es zu⸗ vorthat daß ein ſolcher Mann doch wirklich

ſeit langer Zeit den finſterſten und ſchwermuͤ⸗

thigſten Betrachtungen hingegeben ſein ſollte. Der Gedanke aber, daß dieß wirklich der

Fall war, daß unſer luſtiger Graukopf, wie wir

ihn zu nennen pflegten, wirklich der geheime

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