Teil eines Werkes 
2. Theil
Entstehung
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183 Brief an Herrn P. R.

Dieß, lieber R., iſt die Nachricht, die unſer alter Freund uns von jenem fluͤhern Zeitraume jeines Lebens hinterlaſſen hat, woruͤber wir bei⸗ de ihn nie ſprechen hoͤrten. Mit Ausnahme einiger wenigen Stellen, die ich in den letzten Abſchnitten, beſonders in dem allerletzten, ſtrei⸗ chen zu muͤſſen glaubte, erhalten Sie die Denk⸗ ſchrift genau ſo, als er ſie in ſeinem Zimmer zuruͤck ließ..

Warum er ſo ploͤtzlich abgebrochen hat, daruͤber ſagt ſein Brief nichts. That er es vielleicht, weil das Niederſchreiben der letzten Seiten, die Sie eben geleſen haben, ihn zu ſchmerzlich bewegt hatte, und er ſich nun fuͤrch⸗ tete fortzufahren? Oder waͤre es ihm bei ſei⸗ nem peinlichen Ruͤckblicke in die Vergangenheit wirklich vorgekommen, daß die vielen Jahre, woruͤber er gaͤnzlich ſchweigt, keinen Stoff zur Unterhaltung oder Belehrung fuͤr uns enthiel⸗ ten? Ich wage es nicht zu entſcheiden, und Sie ſind eben ſo gut als ich im Stande, Ver⸗ muthungen daruͤber zu machen.

Ich glaube, Sie werden nun gern einge⸗