Teil eines Werkes 
2. Theil
Entstehung
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dende Schneeflaͤchen; mit gluͤhendem Augapfel hinzuſtarren, und eine weiße Maſſe neben mir ſich bewegen zu ſehen, und dann ploͤtzlich den großen, ſchwarzen plumpen Baͤr, der heran kriecht mit aufgeſperrtem, geiferndem Rachen. Das Sioͤhnen des furchtbaren Thieres das dumpfe hungrige Geheul ſeines halb ſchlaͤfrigen Gaͤhnens der krampfhafte Kampf und der Sprung hinab hinab in die Tiefe des Ab⸗ grunds! Zerſchmettert zu liegen auf dem gluͤ⸗ henden Felſen, mitten in einer herrlichen, dunk⸗ len, gruͤnen Waldwelt, aber kein Schatten fuͤr mich; das Toſen des immer rauſchenden Waſſerſalls vor meinem Ohre, aber kein Tro⸗ pfen fuͤr die trockne, gluͤhende Zunge, fuͤr die ſchwarzen, verbrannten Lippen. Zu fuͤhlen, wie Fliegen nagend uͤber Bruſt und Glieder kriechen, mit dem ewigen geſchaͤftigen Summen glaͤnzen⸗ der Fluͤgel, und von tauſend Nadelſtichen durch⸗ bohrt zu ſein; ſich halb aufgezehrt zu ſehen, und mit veſtem Blicke die immer ſich vergroͤßernde Eiterwunde zu beobachten es darin arbeiten zu ſehen, wie in einem Bienenkorbe die gruͤnen Ge⸗

ſchoͤpfe tanzen zu ſehen zauf dem entbloͤßten Nerv,

und doch zu ohnmaͤchtig, auch nur eine Fiber zu