Teil eines Werkes 
2. Theil
Entstehung
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gebunden und gefeſſelt waren Dieſe Augen ſind es, die den einzigen Strahl des Tageslichtes bewachten und verfluchten, der von der unermeß⸗ lichen Hoͤhe uͤber mir auf jene finſtern feuchten Steine herab ſiel dieß iſt der Leib, der in je⸗ nem Winkel ſich kruͤmmte und ſchauerte. Ich war es, der in jenem Kerker wie ein eingefangener Loͤwe wuͤthete, ich, der den Mond anheulte, ich, der ſich kruͤmmte wie ein zertretener Wurm, wenn jenes Eiſengitter ſich oͤffnete, und der har⸗ te Unmenſch mit der Peitſche in der Hand vor mir ſtand.

Welche kriechende Furcht welcher eiskal⸗ te Schweiß welche furchtbare Traͤume, furchtbarer als ſelbſt die Schreckniſſe des wachen⸗ den Wahnſinnes! Welche Sehn ucht nach dem Schlafe, und doch auch wie viel Furcht davor! Welche todte Leere gaͤnzlicher Vergeſſenheit welche angſtvolle Erinnerungen und wie dann wieder wild in die ausgeſtreckten Arme der im⸗ mer wachſamen Verzweiflung geſtuͤrzt!

Auf dem Gipfel eines wolkenhohen ſteilen Felſens angefeſſelt zu ſein, und doch keine Wol⸗ ken am Himmel; alles hell und glaͤnzend oben, uͤberall umher Abgruͤnde und unermeßliche blen⸗