ſchrauben, und ſie moͤchten ihn rufen, wenn man ihn verlangte. Er legte dann ſeine Werk⸗ zeuge auf den Boden, und den uͤbrigen folgend, ging er noch immer auf den Zehen, als ob die Todten ſeine Tritte gehoͤrt und die Lebenden dar⸗ auf geachtet haͤtten. Nach ſeiner Entfernung ſagte ich zu den Weibern:„Geht alle hinaus, und ſagt den Leuten, daß ſie hier nichts mehr zu thun haben. Laßt mich allein.“
Ich glaube, meine Worte erſchreckten die armen Geſchoͤpfe. Sie ſchlichen ſich ſogleich hin⸗ weg, ohne ein Wort zu ſagen, und kaum wag⸗ ten ſie, einen Blick auf mich zu werfen, als ſie an mir voruͤbergingen, da ich gerade an der Thuͤre ſtand.
Ich war allein bei meinen Todten. Und wer war der Moͤrder?„Ihr ermordeten Un⸗ ſchuldigen, nur meine Hand allein ſoll eure Ueberreſte antuͤhren!“ Mit dieſem Gedanken trat ich zu dem Bette, wo Mutter und Kind lagen. Ich hob das Tuch von Johanna's Ge⸗ ſichte. O wie ſtill, wie himmliſch ſtill! Welche heilige Ruhe! Ein Lacheln— ja ein Laͤcheln ſchwebte um die Lippen, und dieſe ſanften, ſei⸗ denen Augenwimpern, wie heiter ſchliefen ſie
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