Teil eines Werkes 
2. Theil
Entstehung
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auf dem Marmor!— Armes Bluͤmchen, deine Blaͤtter ſind kaum geoͤffnet. Welcher leichte Traum muß dieſe Welt fuͤr dich ſein!— Ich faßte Johanna in meine Arme. Die Todten⸗ kaͤlte ſchlich durch alle meine Gebeine.„Freund⸗ liche Seele, welches warme und demuͤthige Herz iſt hier erſtarrt!“ Ich legte ſie in den Sarg, dann das Kind an ihre Bruſt, und umwand ſie mit einer Binde, damit die Lage nicht geſtoͤrt wuͤrde. Ich kuͤßte beide und bedeckte ſie fuͤr im⸗ mer. Zu oft hatte ich den Tod geſehen, als daß mir unbekannt haͤtte ſein koͤnnen, was ich hier zu thun hatte, und ich machte es genau, wie es herkoͤmmlich war. Ich legte Saͤgeſpaͤne in den Sarg, ſtreute Wohlgeruͤche umher und zog das Tuch uͤber die kalten, ſuͤßen Geſichter. „Lebt wohl, lebt wohl auf ewig! ſprach ich. Johanna, kein anderes Weib ſoll je wieder an dem Buſen ruhen, von dem ich ſagte, er waͤre dein. Kein Kind, als das deinige, ſoll je den letzten Dienſt von dieſen Haͤnden fodern.“

Ich legte den Deckel auf den Sarg und ſchraubte ihn veſt. Die koͤrperliche Anſtrengung hatte mich vielleicht zu ſehr aufgeregt, oder viel⸗ leicht war ich ſanfter geſtimmt, ſo lange ich die

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