Teil eines Werkes 
2. Theil
Entstehung
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äußeren Lebensſchickſale waren wenigſtens gluͤck⸗ lich, ſehr gluͤcklich geweſen. Hatte ich nicht eine Frau nach meiner eigenen Wahl, Guͤter, einen Stand, wenigſtens meinen fruͤheſten Hoffnun⸗ gen angemeſſen? Aber wie ganz anders ihre Geſchichte! Es iſt für jede Frau zu viel, von ihres Mannes Grauſamkeit gegen ſie zu ſpre⸗ chen; aber Katharina Wald ſollte ihres Man⸗ nes Grauſamkeit mir erzaͤhlen, mir, der ich ihn haßte, und meinen Haß ihm gezeigt hatte, vom erſten Augenblicke, wo wir uns ſahen, mir, der ich, ſeit ſie ſein Weib war, nie mit ihr geſpro⸗ chen, und Feindſeligkeit, ja, noch ſchlimmer, Verachtung bewieſen hatte, mir, der ich aufge⸗ hoͤrt hatte, ihr Verwandter zu ſein, von der Stunde an, wo ich ihn ſah— das war zu bitter!

Und wuͤrde ſie mir all dieß auch jetzt ver⸗ rathen haben, wenn ich ſie nicht durch gewalt⸗ ſames Eindringen in ihre Einſamkeit und dann durch den Wahnſinn eines moͤrderiſchen Mitge⸗ fuͤhls dazu gezwungen haͤtte? Ich weiß es nicht, aber ſo war's, alles wich dem Strom unſeres vereinten Schmerzgefuͤhles. Ich verfluchte in meiner Raſerei die Stunde, wo ſie ihn geſehen!

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