Teil eines Werkes 
2. Theil
Entstehung
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tung zu denken, und ich ſiel eſinnunglss auf den Boden.

Ich erhohlte mich ſchnell und wollte mich aufrichten, ſiehe da beugte ſich ein alter Mann uͤber mich, und leuchtete mir mit einer Lampe in’'s Geſicht.„So wahr ich lebe, Herr Mat⸗ thaus! O gnaͤdige Frau, es iſt Herr Matthaͤus— es iſt unſer Herr Wald, gnaͤdige Frau.“

Ich ſprang auf. Vor mir— gerade vor mir, nicht mehr als drei Schritte weit— Bin ich noch unter Gottes Himmel? Traͤume ich? Bin ich wahnſinnig? Bin ich todt und begra⸗ ben und unter den Weſen der Ewigkeit?— Katharina— Katharina Wald! Sehe ich dich wirtlich? Iſt dieß Leben oder Traumbild? Sieh mich noch einmahl zu deinen Fuͤßen! Kathari⸗ na— Engel— holde Maͤrterinn! Sprich— ſprich— Vergebung!

Sie ſtarrte mich an, ſie breitete ihre Arme aus, ſie ſank— nicht auf den Boden— ich umfaßte ſie; ich hob die Ohnmaͤchtige auf; ſie war ſprachlos, zitterte, ſchluchzte. Ich tuug ſie in meinen Armen, und haͤftte ſie tragen koͤnnen bis an'’s Ende der Welt, und wenn hundert Dolche mich durchbohrt haͤtten. Ich trug ſie

Zweiter Theil. 10