Teil eines Werkes 
2. Theil
Entstehung
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Der Knabe war ſeit einigen Tagen nicht ſichtbar geworden, und Johanna hatte den Er⸗ laͤuterungen der Maͤgde ſo viel Gehoͤr gegeben, daß ſie ſich endlich beinahe uͤberredete, dem un⸗ ſchuldigen Kinde waͤre ſchweres Leid angethan worden. Ich lachte daruͤber, und meinte, wahr⸗ ſcheinlich moͤchte ein armer Schuldner ſich vor ſeinen Glaͤubigern verborgen haben; aber meine eigene Neugier war doch auch ein wenig gereizt, und wenn ich Abends ausging, blieb ich aller⸗ dings oft ſtehen, um das geheimnißvolle Haus zu betrachten, wovon man mir keineswegs eine uͤbertriebene Beſchreibung gemacht hatte. 4

Aus dem Fenſter meiner Wohnſtube auf der Hinterſeite warf ich oft einen Blick in den Garten des Nachbarhauſes, ſah aber weder das Kind, noch die Magd, deren man erwaͤhnt hatte. Es war nun ſchoͤnes Fruͤhlingswetter, und doch ſchien man den Garten gar nicht zu benutzen. Jeder andre Garten in der Nachbarſchaft war wieder in Ordnung gebracht worden, und ſo auch der unſrige, aber jener blieb ſo veroͤdet, als der Winter ihn gelaſſen hatte.

Endlich, als ich einſt am Nachmittage allein

Fin meinem Zimmer war, und zufaͤlig, da ich

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