Teil eines Werkes 
2. Theil
Entstehung
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Heirathet das liebe Maͤdchen, junger Herr. Ich weiß es, ſie hat recht, wenn ſie ſagt, Ihr häͤttet's ihr verſprochen, und brecht Ihr euer Wort, edler Herr, ſo koͤnntet Ihr wohl er⸗ fahren, wenn Ihr im Sterben liegt, wie ich, daß eine Hand in Ketten gluͤcklicher iſt als ein Herz mit ſchweren Gedanken.“

Der Traum entſchwand, und nach einigen Minuten hatte ſie wieder ihre volle Beſinnung, und ſchien nichts von allem zu wiſſen, was ſie geſagt hatte. 8„

Sie uͤberlebte den Anfall mehre Tage. Am Abend ihres Sterbetages war ſie bei der volleſten Beſinnung und gab beſtimmte Anord⸗ nungen zu ihrem Begraͤbniſſe. Sie ließ durch ihre Baſe, die bei ihr wohnte, ein Bund Schluͤſ⸗ ſel ſuchen, und zeigte einen Schluͤſſel, welcher, wie ſie ſagte, Niemanden, als meiner Frau

gehoͤrte.„Es iſt der Schluͤſſel zur gruͤnen Truhe, ſprach ſie, und ich haͤtte Euch auch die Truhe ſammt dem Schluͤſſel geſchickt, als Ihr geheirathet hattet, aber ich dachte, manche Din⸗

ge, die darin ſind, wuͤrden Euch Herzeleid ge⸗ macht haben. Ihr findet alle Habſeligkeiten