eurer Mutter darin. Ich packte alles zuſammen, als wir das Schloß verlaſſen mußten.“
Als ſie ſich ihrem Ende nahe fuͤhlte, ver⸗ langte ſie von den Weibern, die um ſie waren, daß eine gewiſſe Schieblade geoͤffnet, und das
erſte, das ihnen in die Augen ſiele, ihr gebracht
werden ſollte. Es war ein Leichentuch, das ſie viele Jahre vorher mit eigener Hand bereitet hatte. Man gab es ihr hin, und als man ſie darein gehuͤllt hatte, wuͤnſchte ſie, mich noch einmahl zu ſehen.
Ich fand ſie in dem Sterbekleide, und eie
ne ernſte Heiterkeit war in ihren Zuͤgen.
Kuͤßt mich, ſprach ſie, kuͤßt mich alle. Ich kann mich nicht wieder aufrichten.
Als wir ihren Wunſch erfuͤllt hatten, ſprach ſie mit deutlicher und vernehmlicher Stim⸗ me:„Verlaßt mich nun, Kinder! Geht Al⸗ le! Ich habe eine lange Reiſe vor mir, und moͤchte mich gern auf den Weg machen. Ver⸗ laßt mich. Gott ſegne euch Alle.“
Ich fuͤhrte meine Frau hinaus, denn ich ſah, daß das Auge der Alten brechen wollte. Wir entfernten uns, und warteten im anſtoſ⸗
ſenden Gemache. Endlich ſchlich die Baſe ſich
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