Teil eines Werkes 
2. Theil
Entstehung
Einzelbild herunterladen

1* .— 4,— Landjunkern angenehm machte, deren Gaſtfreund⸗ ſchaft ich genoß. Ich war gut beritten, und wenn es meine Zeit erlaubte, nie abgeneigt, an

einem Wettrennen Theil zu nehmen, ja zuwei⸗

len ſah ich auch die Fuchshunde loslaſſen und kam in Verſuchung mitzugehn. Dieß war aber nichts weniger als eine bloße Unbeſonnenheit, da ich manchen zerbrochenen Schaͤdel flicken,

manches Schluͤſſelbein einrichten mußte. Kurz,’

ich und mein Pferd, wir waren beide wohlbe⸗ kannt in der Gegend, und mein Beſtecke muß⸗ te zuweilen gar das Werkzeug liefern, einem Fuchſe die Ruthe abzuloͤſen. Man nannte mich in dem geſelligen Vereine, wo ich oft ſpeiſte, nur den Jagddoctor.

Meeine Frau ertrug dieß mit ihrem gewoͤhn⸗ lichen Gleichmuthe. Es that mir zuweilen im Herzen weh, wenn ſie fruͤh um drei oder vier Uhr im Nachtkleide herab kam, mir die Haus⸗

thuͤre zu oͤffnen. Einmahl, aber nur einmahl,

ward ich ſogar berauſcht nach Hauſe gebracht, und uͤberdieß hatte ich eine Kopfwunde, die Fol⸗ ge einer Schlaͤgerei, die zwiſchen meiner Tiſch⸗ geſellſchaft und einer Schleichhaͤndlerbande ſtatt fand, der es an der Klugheit fehlte, mit unſerm