Teil eines Werkes 
2. Theil
Entstehung
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mit ihr zu ſprechen. Unter ſolchen Umſtaͤnden mußten doch zuweilen Fehltritte vorkommen, und beinahe argwoͤhnte ich zu Zeiten, ſelbſt wenn wir von Streitigkeiten am weiteſten ent⸗ fernt waren, daß ſie den Zweifel hegte, ob

ihre Liebe gegen einen Mann, der von ihren

Anſichten ſo ſehr abwich, nicht eine Art von Schwaͤche waͤre, wogegen ſie kaͤmpfen muͤßte. Das beſcheidene, ſanfte Weſen! Ich glaube, ich liebte ſie zuweilen eben darum nur deſto in⸗ niger.

Ich geſtehe indeß zu meiner großen Be⸗ ſchaͤmung, daß ich bald in Johanna's zu ern⸗ ſter Stimmung, deren Zerſtreuung ich unmoͤg⸗ lich fand, oder zu finden glaubte, eine Ent⸗ ſchuldigung ſuchte, wenn ich zuweilen weniger haͤuslich lebte, als es mein Beruf unumgaͤng⸗ lich nothwendig machte. Hatte ich durch unge⸗

woͤhnliche Anſtrengung es moͤglich gemacht, fruͤh

nach Hauſe zu gehen, ſo ließ ich mich zuweilen uͤberreden, es häͤtte nicht viel zu bedeuten, wenn ich bliebe, wo ich war, und bei einer Fuͤlle von Geſundheit und gluͤcklich in meinen Berufge⸗ ſchaͤften, war ich zu jener Zeit in einer aufge⸗ raͤumten Stimmung, die meinen Umgang den