Teil eines Werkes 
2. Theil
Entstehung
Einzelbild herunterladen

wuͤrde, und es entging mir auch nicht, daß

nach einem ſiegreichen Widerſtande leicht etwas minder Angenehmes an die Stelle haͤtte kom⸗ men koͤnnen. Johanna's neue Liebhaberei kam nie in Widerſtreit mit den großen Pflichten, die ſie zu erfuͤllen hatte, und ich bemerkte in der Sor⸗ ge fuͤr das Hausweſen keinen Unterſchied, und wurde bei meiner Heimkehr wie immer bewill⸗ kommt. Oft ſprach ich zu mir: Nun, es iſt

ja doch beſſer ſo, als wenn meine Frau Ge⸗

ſchmack an den armſeligen Zerſtreuungen gefun⸗ den haͤtte, womit ſo viele ihrer Nachbarinnen von ihrem Stande ſich abgeben. Auch mußte ich mir immer geſtehen, daß ihre Ueberſpan⸗ nung wenigſtens beſſer waͤre, als die entgegenge⸗ ſetzte Ausſchreitung, eine gaͤnzliche Gedankenlo⸗ ſigkeit und Weltſinnigkeit, wie's die Methodi⸗ ſten wohl ſelbſt nennen, wenn ich nicht irre. Ich kann es jedoch nicht laͤugnen, daß ich von der Zeit an, wo Johanna ſich entſchieden die⸗ ſer Schwaͤrmerei hingab, das Gefuͤhl nicht los werden konnte, ſie haͤtte aufgehoͤrt, mein, ganz mein zu ſein. Beſorgt, von meiner Stim⸗ mung mich hinreißen zu laſſen, unterließ ich es bald gaͤnzlich, uͤber die ſtreitigen Gegenſtaͤnde