Teil eines Werkes 
2. Theil
Entstehung
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Kummer und Unruhe in Johanna's Blicken nicht bloß jene ſanfte Traurigkeit, ſondern einen finſtern faſt verzweifelnden Truͤbſinn. Als ich ihren Arm nahm, um heim zu gehen, ſagte ich zu mir ſelbſt: Dieſer Mann iſt der Erſte der Redner, aber meine Frau ſoll ihn nicht mehr hoͤren. 4 Ich ſagte am ſelbigen Abend meiner Frau alles, wodurch ich ſie auf andre Gedanken brin⸗

gen zu koͤnnen glaubte, aber obgleich ſie ſich gar

nicht in Eroͤrterungen mit mir einließ, ſo ſah ich doch, daß alle meine Worte verloren wa⸗ ken. Es gibt Dinge, woruͤber man mit Frau⸗ en vergebens ſtreitet, und Religion, oder was den Nahmen Religion annimmt, gehoͤrt dazu. Waͤre ich unbeſchaͤftigt und immer zu Hauſe ge⸗ weſen, ſo haͤtte es vielleicht anders ſein koͤnnen; aber ich beſorgte bald, daß Johanna's lange und ein⸗ ſame Stunden jetzt, wo die Dinge den erſten glaͤn⸗ zenden Bluͤtenſchmuck fuͤr ſie verloren hatten, einer Beſchaͤftigung, oder Zerſtreuung bedurften, um ihre langweilige Einfoͤrmigkeit aufzuheitern. Ich war daher, wenigſtens nach dem Anſcheine, nachſichtig gegen etwas, wogegen, wie ich wohl ſah, Widerſtand ſehr ſchwierig geweſen ſein