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an einem Krankenbette ſitzen, ich habe die mun⸗ tre, ſchoͤne Frau Dienſte verrichten ſehen, vor welchen das Geſinde zuruͤckgebebt ſein wuͤrde, ich habe Erben aufrichtige Thraͤnen weinen ſe⸗ hen. Ein altes Sprichwort ſagt: Schmelzt die Sonne den Schnee, den Koth ich unten ſeh'. Aber trotz funfzig Sprichwoͤrtern, glaube ich doch, daß die Wurzeln wahrer Tugend unter dem Froſte der Truͤbſal Kraft erlangen.
Ich merke wohl, Sie wundern ſich, daß ich mich in dieſe Abſchweifung verloren habe, ehe ich etwas von einem gewiſſen anmuthigen Huͤttchen am Ufer des Ora ſagte. Oft hatte ich jedoch ſchon waͤhrend dieſer Zeit meinen Weg dahin gefunden. Aus vielen weit von einander entfernten Gegenden ging mein Heimweg nach Maldonn laͤngs dem Ufer des ſtolzen Stromes. Oft trank ich Thee in dem niedrigen Huͤttchen, das nun ein recht niedliches und freundliches Zimmerchen hatte; manche Butterſchnitte hatte Mutter Baird hier auf ihrem reinlichen Teller mir gereicht, manche Kartoffel in der Aſche ih⸗ res ſaubern Herdes mit geſchickter Hand fuͤr mich gebraten, und manches Glaͤschen aus der ſeltſamen, alten, hauchigen hollaͤndiſchen Flaſche,


