Teil eines Werkes 
2. Theil
Entstehung
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ſie unter ihrem eigenen vaͤterlichen Dache ſah. Die Derbheit in Benehmen und Ausdruck, die fruͤher eine Art von Seltſamkeit zur Beluſtigung nachſichtiger Gebieter geweſen war, erſchten mir jetzt als das natuͤrliche Vorrecht der Unabhangig⸗ keit, wiewohl ich freilich nicht ſicher bin, ob nicht bereits eine gewiſſe Regung von Heimathlich⸗ keit und der Naturtrieb der Gaſtfreundſchaft die aͤußere Offenbarung einer Stimmung etwas ge⸗ mildert hatte, die durch keine Veraͤnderung von Umſtaͤnden weſentlich umgewandelt ſein konnte. Ich wurde mit Hoͤflichkeit, ſogar mit Anſtand empfangen, und als einige Minuten nachher Fraͤulein Johanna hereintrat, und, mich ſittſanꝛ gruͤſſend, ihren niedrigen Stuhl an das Knie der Alten ruͤckte, konnte ich mich des Gedankens nicht erwehren, daß, trotz des angebornen feinen Weſens und Benehmens der Jungfran, ein Frem⸗ der ſich leicht haͤtte taͤuſchen, und glauben koͤn⸗ nen, eine Familiengruppe zu ſehen.

Sie werden leicht glauben, daß ich dieſes Bild nicht anſehen konnte, ohne eben ſo ſehr eine Regung von Verlegenheit als von Bewun⸗ derung zu fuͤylen. Ich ſah Johanne Barr in einer neuen Lage, und ich mußte auch ihr Be⸗