Teil eines Werkes 
1. Theil
Entstehung
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in's Feuer vor meinen Augen. Sie las ihn, was auch darin ſtehen mochte, mit einer wun⸗ derbaren Gemuͤthsruhe; aber ſo bald er im Feuer lag, ſiel ſie gleich in Ohnmacht, und aus einer in die andre faſt den ganzen Vor⸗ mittag. O lieber Herr, das war traurig anzuſehen. Es haͤtte ein Herz von Stein ruͤh⸗ ren muͤſſen.

Als ſie ihr Kind ſah, kam ſie wieder zu ſich, fuhr Barbara fort. Ich brachte es ihr und legte es auf ihren Schoß, weil ich dachte, es wuͤrde ihr gut thun, wenn ſies ſtillte. Und das arme zitternde Geſchoͤpf that, was ich ſagte, und in dem Augenblicke, wo des Kindes

Mund an ihrer Bruſt war, wurde ſie ſo

ruhig, als die Kleine ſelbſt. Die Thraͤnen floſſen ihr freilich uͤber die Wangen, aber ſie ſagte kein Wort mehr und ich hoͤrte ſie den ganzen Tag nicht wieder weinen, oder ſchluch⸗ zen. Ich brachte ſie und das Kind an dieſem Abende zu Betre, aber ich ſah nun das ſchoͤ⸗ ne ſchwarze Haar nicht kaͤmmen und kraͤu⸗

ſeln. Sie war aber ſehr ruhig und gefaßt,

wie's ſchien, und ich ging und legte mich auch