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leidig, und übt manche Wohlthat aus; auch ge⸗ gen die Kinder zeigt er ſich ſo liebevoll— Liebevoll! brummte jener. Was iſt da Liebe⸗ volles zu ſehen?— Er bringt ihnen Zuckerwaa⸗ ren mit, wenn er kommt; lacht, wenn ſie unge⸗ zogen ſind, und bittet vor, wenn ſie beſtraft wer⸗ den, um ihre Zuneigung zu erhalten, ſo wie er ebenfalls das Geſinde hmeichelt in dem Hauſe, wo er Zutritt behalten möchte; das iſt Klugheit, und weiter nichts. Auch giebt er manchen Gro⸗ ſchen den Armen, verſchleudert aber auch mit eben der Leichtigkeit manchen Thaler für Nichts. Gutes
Herz, weiches Gemüth— da habt ihr nun geſe⸗
hen, daß ihm bey einem Choral auf der Harmo⸗ nika eine Thräne im Auge geſtanden hat: gleich muß er der vortrefflichſte Menſch ſeyn; und ich wette Hundert gegen Eins, daß er demohngeach⸗ tet gegen ſeine Untergebenen ſo ungerecht iſt, wie irgend Einer. Er ſoll auch ein Trinker ſeyn, und das wäre eine Männertugend mehr, außer ſeiner Spielſucht; darum ein⸗ für allemal, abgebrochen, rund heraus ihm geſagt, und nicht ſo hinter'm Berge gehalten.
Ich will Dir eben nicht widerſprechen, ſagte die ſanfte Emilie: aber eins wollte ich nur noch anführen: iſt es nämlich nicht oft der Fall, daß


