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ſeyn, und wenn ſie meinen ſchon aufgeſetzten Le⸗ bensplan ſtreng befolgt, bleibt ihr gar keine Zeit übrig, mir untreu zu werden. Jede Stunde hat da ihre Beſtimmung.
Fridorf lächelte. Lebensplan? ſagte er, und ſchüttelte den Kopf. Ein Lebensplan iſt wohl gut, aber er muß nicht ausſehen, wie ein Küchen⸗ zettel. Biſt Du denn verſichert, immer Herr Dei⸗ ner Schöpfung zu ſeyn, und iſt denn immer ein Tag wie der andre?— Freund, ſieh Dich vor,
und mache den Plan wenigſtens ſo, daß uigh die
Zufälle darin Platz haben.
3.
Ich bitte Dich, liebe Emilie! ſagte der Land⸗ rath Eiſenbruch zu ſeiner Gattin: wirf mir nicht immer das gute Herz in den Weg, wenn die Rede davon iſt, ob der Hauptmann Jacobinen glücklich oder unglücklich mache. Er, mit ſeinem Leichtſinn und ſeiner Spielſucht— was iſt hier zu erwarten? Du wirſt mich nicht überzeugen, daß er ein guter Gatte, Vater und Staatsbürger werden wird, hätte er auch alle Armen des Kö⸗ nigreichs unter freyem Himmel geſpeiſt.
Er iſt aber doch, ſagte Emilie, oft recht mit⸗
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