—
— 17—
Herr Gott beſcheert hat, und froh ſeyn, wenn er
nicht geſtört wird——
Der Bediente trat herein und ſagte: Herr Fri⸗ dorf werden erſucht, ſogleich zum Heu Präſiden⸗ ten zu kommen.—
Seebald legte den Löffel hin, und brach in ein unmäßiges Lachen aus: Da haben wir den lieben Dienſt— von der Suppe weg wird er ſchon geholt.
Fridorf ſtand, ſeinen Aerger nicht ganz ver⸗ bergend, auf, und wollte nach dem Huth greifen.
Bleib diesmal nur ſitzen! rief Seebald, im⸗ mer noch lachend. Es war blos ein Schreckſchuß auf meine Ordre, Dir zu zeigen, wie angenehm es ſey, über keine Stunde ſeines Lebens Herr zu ſeyn.—
Fridorf lachte jetzt ſelbſt mit. Seebald aber ſagte: jetzt gieb Achtung, wie es freye Leute ma⸗ chen, die bey Tiſche ſitzen.
Der Bediente trat wieder herein, und ſagte im pathetiſchen Ton, um ſein Lachen zu verber⸗
gen: Der Herr geheime Staatsrath laſſen Herrn
Seebald erſuchen, ſogleich einmal zu ihm zu kom⸗ men.— Seebald ſetzte ſich mit Gravität auf dem Stuhle zurecht, befeſtigte ſeine Serviette ruhig im Knopf⸗ A


