Fridorf lachte und ſprach: frey wirſt Du Dich doch nicht nennen wollen? Biſt Du nicht, ſo wie Du da ſtehſt, der Sclave Deiner unendlichen klei⸗ nen Bedürfniſſe, Deiner wunderlichen Launen, Deiner Taſchenuhr und Deines Magens?
Es iſt gut, ſagte Seebald, daß Du mich dar⸗ an erinnerſt. Es wird gleich zwölf Uhr ſeyn; wir
wollen hinunter zu Tiſche gehn, Du bleibſt heute
bey mir.. Recht gerne, ſprach Fridorf: wenn ich Dich nur bey Tiſche noch des Beſſern überzeugen kann.
Deßhalb gieb Dir keine Mühe, lieber Fridorfz
ich habe ſchon auf der Univerſität darüber nachge⸗ dacht, welches Amt wohl das pünktlichſte wäre, wo Alles ſo recht zu einer beſtimmten Zeit geſche⸗ hen müßte, keine Minnre drüber und keine drun⸗ ter. Aber ich habe noch keinen gefunden, der ſo glücklich iſt, als etwa den Nachtwächter und den Thürmer. 1
Friorf lachte.— Geh nur hinein, ſagte See⸗ bald: ich komme ſogleich nach.
Als ſie ſich zu Tiſche geſetzt hatten, fing jener wieder an: Wer Talent und Kraft hat, ſoll bey⸗ des für das allgemeine Beſte gebrauchen——
Seebald fiel ihm in die Rede: wer bey Ti⸗ ſche ſitzt, der ſoll, denk' ich, eſſen, was unſer
Herr
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