Der Lohnkutſcher, welcher mit ſeinem Geſchäfte fertig war, unterbrach ihn mit der Frage: ſoll ich fortfahren, mein Herr?— Dabey ſchwang er die Peitſche und ſagte barſch zu dem Alten: packt Euch, daß Ihr nicht umgefahren werdet!
Dem in Eifer gerathenen Seebald gab der
harte Kutſcherbefehl einen Stich ins Herz, wäh⸗ rend er ſeine eigne Härte, im komiſchen Aerger, dem Alten nichts geben zu können, gar nicht be⸗ merkt hatte. Eben trabte ein Reiter vorüber. Mein Herr! rief er dieſem zu: können Sie mir keine Kupfermünze verwechſeln? Gelbſchnabel, rief der Reiter zum Wagen hin⸗ ein; putzt Euch Eure eigne Naſe, und laßt meine ungeneckt—— aber, ſeh' ich recht? Das iſt ja Herr Seebald, mein Landsmann— ſieh— ſieh!
Seebald erkannte jetzt einen Bekannten, den Dooctor Quirinus, und reichte ihm erfreut die Hand zum Wagen heraus. Schön„ſagte er, da treffe ich ja ſchon einen Freund meines Hauſes.
Ihr begrüßt den Freund aber ſchlecht, erwie⸗ derte Quirinus, daß Ihr auf offener Heerſtraße An⸗ ſpielungen auf ſeine Naſe macht.
Jetzt erſt bemerkte Seebald, daß dieſer ſonſt nur ins Morgenroth ſpielende Vorſprung, ſich in
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