Teil eines Werkes 
1. Band (1821)
Entstehung
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mal ſtill hielt, ein armer Invalide noch um ein

Allmoſen anſprach, fuhr er ihn verlegen und faſt barſch an: ich kann Euch nichts geben, ich hab' nichts mehr warum ſeyd Ihr nicht früher ge⸗ kommen. Der Invalide, der nicht gut hörte, reichte fortwährend mit bittender Geberde ſeine Mütze zum Empfang der Gabe hin. 4 Hört Ihr nicht, Alter? Ihr könnt nichts kriegen! Der Alte nickte: Ja wohl, im Kriege,

das rechte Bein in Frankreich.

Wer heißt Euch eure Haut zu Markte tragen;

murmelte Seebald, verdrüßlich, daß er ihm aus

Mangel an Münze nichts geben konnte. Alter Narr, warum ſeyd Ihr nicht zu Hauſe geblieben!

Ueber dreyßig Tauſend, ohne die Bleſſirten! rapportirte der Krieger, der verſtanden hatte, er frage nach den damals Gebliebenen.

Seebald hörte gar nicht auf, ſondern wurde jetzt bey dem Gedanken an den Krieg nur noch heftiger:Das habt Ihr nun davon, einen Stelz⸗ fuß und eine Fouragiermütze, die Ihr als Klingel⸗ beutel benutzt geht hin, verkauft Eure Knochen zu Rumfordſchen Suppen, ſie werden jetzt ſtark geſucht; vielleicht paſſirt Euer Stelzfuß als Bey⸗ lage, da habt Ihr doch was verdient damit.