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einen reich zu Tage gehenden kupferhaltigen Erz⸗ gang verwandelt hatte.
Doctor! rief Seebald, was mögt Ihr Burgun⸗ der zu Euch nehmen! Aber Scherz bey Seite, ich habe wirklich nicht anſpielen wollen. Es iſt mir darum zu thun, den armen Teufel dort abzufer⸗ tigen. Habt Ihr kein klein Geld?
Was da! rief der Doctor: da hätte man viel zu thun, wenn man jedem Bettler geben wollte. Bey mir hat keiner was zu hoffen; genug, daß ich ſo manchen umſonſt kuriren muß. Wär's nicht der Erbgrimente wegen, ich ließ es auch bleiben.
ie Zeit iſt edel, und Ehre legt man bey dem Lumpenvolk auch nicht ein. tirbt's, ſo heißt's, man habe ſich keine Mühe gegeben; bleibt's leben, ſo hat's die liebe Natur gethan. Da lobe ich mir vornehme Kranke, da iſt von Natur gar keine
Rede— die Kunſt thut Alles, und wie wird's
bezahlt und auspoſaunt in allen Zeitungen. Und hält's einmal ſo ein alter reicher Kautz nicht aus, und geht ſchlafen, ſo hat man bey den Erben Le⸗ benslang freyen Zutritt, und bleibt immer ein Freund vom Haus. Aber was machen Sie, Theuerſter? Ich glaube gar——
Seebald hatte, ſich unwillig von ihm weg⸗ wendend, und ſeine Ordnungsliebe bey Seite ſez⸗


