Teil eines Werkes 
1. Theil (1822) Moosrosen / von W.A. Lindau
Entstehung
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it liefer das Gefühl des Kranken zu ſchonen, geſchwiegen Schlä⸗ hatte. Es freut mich, ſprach der Pfarrer: daß die

hhen unglückliche nicht ohne den Troſt der Vergebung ge⸗ t; ſtorben iſt, und daß Sie ihrer nur mit Mitleid ge⸗ ußttitte denken können. Der Himmel wird Ihnen den ge⸗ 1 leiſe an ſtörten Frieden wieder geben. Schwt⸗ Am Weihnachtfeſte wollte der Pfarrer zum Er⸗ häusli⸗ ſtenmahle wieder die Kanzel beſteigen. Der Vor⸗

rei abend war ein doppelt ſchönes häusliches Feſt, da r örei⸗... die Kinder den Vater, der ſie mit ſeinen Gaben er⸗

bi freute, erſt vor wenigen Wochen zu verlieren ge⸗ fürchtet hatten, und nur die Erinnerung an die 3 un⸗ Mutter, die ſonſt immer dieſen Abend durch ihre vende Sorgfalt und ihr Entzücken über den Kinderjubel phege verſchönert hatte, miſchte Wehmuth in die Freude. .Als das jüngſte Kind ihren Nahmen nannte, blickte dt⸗ 4 der Vater mit naſſem Auge zum Himmel, und ſen ſprach:Sie ſieht auf uns herab. Der Freiherr, den man zum Feſte geladen 7 und hatte, war tief gerührt. Als er endlich Abſchied nehmen wollte, drängte ſich das verſchwiegene Ge⸗ ſ 4 fühl aus der gepreßten Bruſt.Gute Nacht! ſprach ging 3 er, des Pfarrers Hand veſt umſchließend. Ich muß in mein finſteres Haus gehen, wo keine Lichter bren⸗ iherte nen, keine Chriſtbäume grünen. Sie könnten es 1 ihlung zu einem glücklichen Hauſe machen, ſetzte er nach hehlie einer Pauſe hinzu. Geben Sie mir die Hand ihrer Stet⸗ Nichte!«

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