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Fran von Wieden! war die Antwort.
Der Freiherr fuhr betäubt zurück.— Frau von Wieden? Aus Thüringen?
Ja, aus Thüringen iſt ſie gekommen.
Der Freiherr war von ſtreitenden Empfindun⸗ gen heftig bewegt. Sie iſt krank? fuhr er nach einer Pauſe fort.
Seit einigen Tagen gefährlich, erwiederte der Diener.
Geht, ſprach der Freiherr haſtig: meldet mich ihr.— Nein, ſagt nur, ein Freund aus Thüringen wünſche ſie zu ſehen.
Der Diener brachte nach einigen Augenblicken die Antwort, ſeine Herrſchaft ſei zu ſchwach, einen Beſuch anzunehmen, zumahl einen Unbekannten, der ſich nicht nenne, und ſie laſſe ihm glückliche Reiſe wünſchen.
So meldet mich, ſprach der Reiſende lebhaft: Freiherr von Wieden.
Der Diener ging befremdet hinaus, und nach einigen Minuten erſchien eine Kammerfrau, die den Fremden bat, ihr zu folgen. Sie führte ihn ſchwei⸗ gend durch einige Zimmer in ein kleines Gemach, das von einer Nachtlampe erleuchtet war, und ging wieder hinaus, Auf einem Ruhebette lag eine weib⸗ liche Geſtalt, in deren todtenbleichen Zügen der Frei⸗ herr kaum die einſt geliebte Frau erkannte. Ihr er⸗ ſtorbenes Auge war auf ihn gerichtet. Tief erſchüt⸗ kert, vermochte er keinen Laut hervorzubringen.


