Teil eines Werkes 
1. Theil (1822) Moosrosen / von W.A. Lindau
Entstehung
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an der Saale lagen, beſchleunigte er ſeine Reiſe, zum Unglücke aber zerbrach ſein Wagen, als er an der Gränze von Schwaben nach Anbruch der Nacht mitten auf der Landſtraße war. Das nächſte Dorf lag wenigſtens eine halbe Stunde weit, aber ſeit⸗ wärts vom Wege ſtand ein freundliches Landhaus, wo man Licht ſah, und auf einige Stunden Schutz gegen den Regen und Beiſtand zu finden hoffte. Der Reiſende ging dahin und ließ den nothdürftig zuſammengebundenen Wagen nachſchleppen.

Als er in das Haus trat, ſchien alles in ſo unruhiger Geſchaͤftigkeit zu ſein, daß man ihn kaum bemerkte. Ein Diener, an welchen er ſich mit dem Geſuche wandte, ihm auf einige Augenblicke Zuflucht zu geben und einen Boten nach dem Dorfe zu ver⸗ ſchaffen, antwortete ihm, ſeine Herrſchaft ſei krank, und er könne keinen Fremden melden. Doch in der unangenehmen Lage, worin Sie ſich befinden, würde meine Herrſchaft gewiß gern allen Beiſtand ſelber anordnen, ſetzte er hinzu, und verſprach, für das Nöthige zu ſorgen. Es dauerte nicht lange, ſo war ein Bote bereit, und der Reiſende ward in dem kleinen, reinlichen Zimmer, das man ihm angewie⸗ ſen hatte, mit einigen Erfriſchungen brwirthet. Nach ciner Stunde kam aus dem Dorfe, wo der Wagen ausgebeſſert werden konnte, ein anderes bequemes Fuhrwerk, den Fremden abzuhohlen. Der Fremde bat den Diener, ſeinen Dank der gaſtfreien Herr⸗ ſchaft zu überbringen und fragte nach ihrem Nahmen⸗