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Als er den Brief geſiegelt hatte, ſchwang er ſich auf das geſattelte Pferd und eilte auf ſein Land⸗ gut zurück. Er betrat das Haus, wo er fünf Jahre früher, faſt um dieſelke Zeit, ſeine junge Frau in dem erſten Entzücken des Brautſtandes, mit den froheſten Hoffnungen auf Lebensglück, eingeführt hatte; da ſiel ſein Blick auf einige verdorrte Blu⸗ menkränze, die noch, von der Zeit des feſtlichen Einzuges her, in der Vorhalle des Hauſes hingen, und als er ſich erinnerte, wie man eine böſe Vor⸗ bedeutung darin gefunden, daß die Kränze faſt welk
geweſen waren, als die Bauern ſie der Braut über⸗ gaben, ergriff ihn noch einmahl der Schmerz über
die getäuſchten Hoffnungen. Sie hat Dich betrogen, wie ſie ihren Vater betrog, ſprach er bitter. Und dennoch— ſetzte er hinzu— darf ich ſie zu ſtrenge verdammen? Der unglückliche Fluch der böſen That verfolgt ſie, der wie ein Geier frißt an ihrem Le⸗ bensglück und jeden Keim des Guten aufzehrt!.. Darf ich ſie verdammen?— O wer hat ihres Va⸗ ters Zorn auf ſie gezogen?
In dieſem Augenblicke trat der Pfarrer herein. Er hatte ein dunkles Gerücht von dem Unfall in des Freiherrn Hauſe vernommen und war mit unru⸗ higer Beſorgniß zu ihm geeilt.— Der Freiherr reichte ihm ſeine zitternde Hand.„Mein edler Freund, ſprach er: nur einmahl bin ich nicht auf⸗ richtig gegen Sie geweſen. Was ich Ihnen von ei⸗ ner ſchuldigen Tochter, von einem unglücklichen Paare
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