wieder⸗ erwun⸗ aß der Stoße zu ſei⸗ Angſt dar un⸗ h leicht einem
b Thuͤrt⸗
zwankte nd hef⸗
ſprach imme! Rande als ich
275
Marianne, ſprach er mit veſtem Tone: ich üͤberlaſſe Dich deinen eigenen Gedanken. Morgen werde ich Dir meinen Entſchluß mittheilen, und ich traue es Deinem Verſtande zu, daß Du über die Schritte, die ich thun muß, eben ſo denken wirſt, als ich.
Am folgenden Tage war das nächtliche Aben⸗ teuer in des Freiherrn Hauſe allgemeines Stadtge⸗ ſpräch. Der Unfall des Verwundeten war ſeinen Bekannten nicht verborgen geblieben, und da er ih⸗ nen ſeine Bewerbung um die Gunſt der ſchönen Frau und ſeine Hoffnungen nicht verhehlt hatte, ſo ſetzte man, obgleich er ſelber nur Andeutungen geben wollte, eine Geſchichte zuſammen, die dem Rufe der Frau von Wieden nicht nachtheiliger ſein konnte.
Der Freiherr war noch zu den mildeſten Schrit⸗ ten geneigt, wobei er ſeine Gemahlinn ſchonen konn⸗ te, ohne ſeiner Ehre etwas zu vergeben, als ſein Freund ihm die umlaufenden Gerüchte mittheilte.
Er zerriß den faſt vollendeten Brief an ſeine Frau
und ſchrieb ihr nun, da ſie, ſelbſt wenn ſie auch nur im geringeren Grade einer Schuld ſich bewußt ſein ſollte, durch ſtrafbare Unbeſonnenheit ihren Ruf unwiederbringlich zerſtört hätte, ſo müßte er auf Scheidung klagen und ihr überlaſſen, ob ſie auf ei⸗ nem ſeiner entfernten Gürer, deſſen Einkünfte er ihr überlaſſen wollte, ſo lange ſie ſich nicht wieder ver⸗ heirathete, künftig zu leben, oder irgend einen an⸗ dern Aufenthalt zu wählen wunſchte.


