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148 faßte ſeine Hand und ſprach laut:„Ich beneide Euch, aber Ihr verdient euer Glück.«
Nach dieſen Worten vickelte er ſich in ſeinen Mantel, grüßte ſchweigend die Überraſchten, und mit ſchnellen Schritten enteilend, verſchwand er bald im Gebüſche am Ufer des Flußes. Herwart erhielt am folgenden Morgen einen Brief, worin Gaetano ihm ſchrieb, daß er nach dem geſtrigen Vorfalle nicht länger verweilen könne, und in einem befreun⸗ deten Handelshauſe in Antwerpen die Kenntniſſe zu erwerben trachten wollte, die er am liebſten dem al⸗ ten Freunde ſeines Vaters verdankt hätte. Ein eben angekommener Brief von ſeinem Vater an Herwart war eingeſchloſſen. Als Herwart ihn mit lebhafter Überraſchung geleſen hatte, ließ er ſogleich den jun— gen Künſtler rufen. Einige Fragen, und das Ge⸗ heimniß des Briefes war enthüllt. Der Handels⸗ freund in Venedig hatte in ſeiner Jugend in einem Handelshauſe in Nürnberg gedient, und eine ſchöne Jungfrau kennen gelernt, mit welcher er ſich in heimlicher Ehe verbunden. Ein plötzlicher Befehl ſeines Vaters rief ihn zurück, und eine Handelsreiſe nach Smyrna und Alexandria entfernte ihn fünf Jahre von ſeiner Heimath. Auch nach ſeiner Rück⸗ kehr wagte er es nicht, ſeinem Vater die heimliche Verbindung zu geſtehen. Vergebens waren alle Nach⸗ forſchungen nach ſeiner Geliebten, die ſich von Nürn— berg wegbegeben hatte. Nach einigen Jahren erfuhr er endlich, daß ſie ſich durch Tyrol auf den Weg
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