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gemacht hatte, ihn aufzuſuchen, aber in Roveredo erkrankt und bald nachher in Baiern geſtorben war. Von dem Schickſale eines Sohnes, den ſie ihm we⸗ nige Monate nach der unglücklichen Trennung gebo⸗ ren, konnte er nichts erfahren, und erſt vor Kurzem hatte er eine dunkle Nachricht von dem Verlornen erhalten, der von einem entfernten Verwandten der Mutter in Insbruck erzogen ſein ſollte, und er bat ſeinen Freund Herwart, dieſe Spur zu verfolgen.
Herwart ſchloß den überraſchten Jüngling be⸗ wegt in ſeine Arme.„Nun,“ ſprach er lächelnd, „muß ich doch wohl erfüllen, was mein alter Freund für ſeinen Sohn gewünſcht hat?“
Zwei Jahre ſpäter reiſete Gaetano wieder durch Augsburg, um ſeine junge Frau, eine ſchöne blau⸗ äugige Flammländerinn, in ſeine Heimath zu führen, und kam gerade zu rechter Zeit, den Erſtgebornen ſeines Bruders aus der Taufe zu heben.


