Teil eines Werkes 
1. Theil (1822) Moosrosen / von W.A. Lindau
Entstehung
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tet, er liebt Euch, Sebald,“ hob ſie endlich an, „aber—“

Apollonia, fiel der Jüngling haſtig ein, ich muß Euch ohne Zeugen ſprechen. Kann ich's 2 Bald— heute noch.

Siie zögerte mit der Antwort, ſie weigerte ſich; aber er drang mit aller Beredſamkeit der Leiden⸗ ſchaft in ſie, und ſie verſprach, ihn um neun Uhr, eine Stunde vor der Rückkehr ihrer Ältern in die Stadt, an der innern Seite der angelehnten Hinter⸗ thüre des Gartens zu erwarten.

Sebald begleitete ſie, um ihre Ältern zu grü— ßen und das Innere in der Nähe der Thüre zu un⸗ terſuchen. Nach kurzem Verweilen entfernte er ſich, und erwartete mit unruhiger Ungeduld den Anbruch der Dunkelheit. Zur beſtimmten Stunde ſchlich er ſich, in einen weiten Mantel gehüllt, längs der Gartenmauer, im Schatten des weit überhangenden Weinlaubes. Plötzlich, als er die Hinterthüre er⸗ reicht hatte, ſprang eine verhüllte Geſtalt ihm in den Weg, und eine Degenklinge blitzte ihm entge⸗ gen.„Wohin?“ rief eine drohende Stimme.

Wer wagts zu fragen? erwiederte Sebald und zog den Degen.

Beide Nebenbuhler hatten ſich erkannt. Sie warfen die Mäntel ab.„Ihr oder ich!« ſprach Gaetano mit heftigem Grimme.

Der Kampf begann. Sebald vertheidigte ſich kräftig und ziemlich beſonnen gegen den wuthend

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