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Nun, ſprach er, darf der Abtrünnige noch ein⸗
mahl in euer Heiligthum treten? Doch glaubt mir,
ich werde bei der Feder den Pinſel nicht ganz vergeſſen.
Sebald hatte in dem Selbſtgefühle, womit er auf jenen herabſah, der, ſeiner Meinung nach, keine ausgezeichnete Anlage beſaß, eine ſcharfe Bemerkung auf der Zunge, die er aber noch ſchnell genug unter⸗ drückte; aber es blieb ein ſpöttiſches Lächeln auf den Lippen zurück, als Gaetano die Hoffnung ausſprach, er werde künftig zuweilen aus ſeinem Berufsgebiete in Sebalds Werkſtätte treten, die er zeither in ſeinem unſteten Treiben nur ſehr wenig hätte beſuchen können.
Gaetano ſuchte das Beſpräch in einem ſcherzen⸗ den Tone fortzuſetzen, bis er, in der Werkſtätte ſich umſehend, eine faſt vollendete Nachbildung von Apollonia's Bildniſſe entdeckte, Er nahm das Ge⸗ mählde mit heftiger Gebehrde in die Hand. Sein Auge glühte.„Sehr ähnlich, fürwahr! ſehr gut! ſprach er, mit unterdrückter Bewegung. Und— iſt es beſtimmt, hier zu bleiben?“
Ihr habt es geſagt, erwiederte Sebald, und unwillig über den zudringlichen Ausſpäher, nahm er ihm das Bild aus der Hand, und ſtellte es auf die Seite. Es ſoll hier bleiben!
Beide ſahen ſich einen Augenblick ſchweigend an.
„Gotkt befohlen!“ ſprach Gaetano endlich, und als er zur Thüre hinaus eilte, ſchien ein Racheblitz in ſeinem Auge zu leuchten⸗
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