Teil eines Werkes 
1. Theil (1822) Moosrosen / von W.A. Lindau
Entstehung
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Willen, wieder mit dem Gänſekiel in die Handels⸗ bücher zeichnen.

Dieſes Wort ſchien auf Sebald einen tiefen Eindruck zu machen. Er ſah Apollonia erblaſſen. Die Tiſchgeſellſchaft war wortarm und freudelos. Herwart ſaß oft in Gedanken, und zeigte nur durch ſtummes Nicken, daß er den Erzählungen von Rei⸗ ſeabenteuern zuhörte, womit Gaetano die Stille un⸗ terbrach. Der Italiener ſchien dieſen Gegenſtand des Geſprächs abſichtlich zu wählen, um in mauchen Wendungen anzudeuten, daß Apollonia die anzie⸗ hende Kraft geweſen, die ihn, nach kurzem Umher⸗ ſchweifen in Italien, über die Alpen gelockt hätte.

Sebald war im Innerſten bewegt, und ging, ehe der Italiener Abſchied genommen hatte. Er meinte, Gaetano ſei durch ſeinen Rücktritt zum kauf⸗ männiſchen Gewerbe in Herwart's Gunſt geſtiegen, und habe ein großes Hinderniß ſeiner Wünſche weg⸗ geräumt. Herwart mußte, nach Sebald's Voraus⸗ ſetzung, den Sohn ſeines Freundes in ſein Haus aufnehmen. Gaetano ſollte jeden Tag, jede Stunde die holde Jungfrau ſehen. Sebald glaubte, auf ihr Herz bauen zu können; aber wie leicht konnte die Ausſicht auf eine Verbindung mit dem ſchönen Fremd⸗ linge, mit dem Sohne eines vermögenden Kaufman⸗ nes, ſie verleiten, den Jüngling aufzugeben, der nichts beſaß, als ſeine kunſtfertige Hand.

Was in Herwarts Hauſe vorging, ſchien dieſe Beſorgniſſe nicht ganz zu rechtfertigen. Er verſchwieg

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