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Minuten. Am Sonntag war Sebald eine Stunde vor Mittag, wie gewöhnlich, in Herwarts Hauſe. Er fand Mutter und Tochter allein im Speiſezim⸗ mer. Beide ſchienen fehr unruhig zu ſein, und Apollonia's Blick verrieth ihm, daß ein lebhaſter Eindruck ſie bewegt hatte.
Es ſind ſonderbare Dinge kund geworden, hob die Mutter an. Hättet Ihr's Euch je gedacht, daß wir in dem fremden Mahler den Sohn unſeres Han⸗ delsfreundes in Venedig, den jungen Gaetano Bros⸗ chi, finden ſollten?
Iſt es möglich? ſprach Sebald höchſt überraſcht, und erinnerte ſich an alles, was ihm Herwart's Außerungen früher von den Wünſchen des Handels⸗ freundes verrathen hatten.
So eben hat er uns die unwiderſprechlichſten Beweiſe ſeiner Verſicherung vorgelegt, fuhr die Mut⸗ ter fort, und iſt jetzt allein bei meinem Manne.
Sebald warf einen forſchenden Blick auf Apol⸗ konia. Ihr Auge ſagte ihm, daß ſie ſeine Gedan⸗ ken verrieth, aber ihrem Worte treu bleiben wollte.
Herwart trat nun mit dem Fremden herein. Seine Stirne war finſter. Er reichte Sebald wohl⸗ wollend die Hand. Es hat ſich mit euerem Freunde, ſprach er, eine unerwartete Veränderung begeben, die Ihr noch nicht wiſſen könnt, weil ich, wie er ſagt, der Erſte bin, dem er ſein Geheimniß ent⸗ deckt. Aber auch den Pinſel läßt er nun eintrock⸗ nen, und will, nach ſeines Vaters Wunſche und
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