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Sebald war ein wenig mißtrauiſch und zurückhaltend gegen den Fremden, und mußte deſſen Wunſch, mit Herwart Bekanntſchaft zu ſtiften, einem geheimen Beweggrunde zuſchreiben. Beide gingen ſtumm ne⸗ ben einander, bis ſich die Wege zu ihren Wohnun⸗ gen trennten..
Ich habe gehört, Ihr habt mich zweimahl ver⸗ gebens in meiner Wohnung geſucht, ſprach Van
Vliet und blieb ſtehen. Ich hoffe, es wird Euch nicht abſchrecken, wieder bei mir einzuſprechen, und wenn Ihr's mir erlaubt, ſo komme ich zu Euch, um Euch zu fragen, wann wir einmahl einen Tag mit einander zubringen können, uns über die Kunſt zu unterhalten.
Scobald es Euch gefällt, erwiederte Sebald mit der kalten Höflichkeit, womit jene Einladung aus⸗ geſprochen wurde.
Beide waren von dem Kaufmanne auf den nächſten Sonntag zu Gaſte gebeten worden. Sebald mußte einige Tage vorher einen Beſuch bei ſeinem Gönner machen, um das Aufhängen des eingerahm⸗ ten Bildes anzuordnen. Er war ſo glücklich, das Mädchen auf einen Augenblick allein zu ſehen, und ging mit dem beſeligenden Gefühle, ihre Liebe zu beſizzen. Zwei Tage hatte er auf den Beſuch des Fremden gewartet, der endlich am dritten, aber ſichtbar bewegt, unruhig und leidenſchaftlich geſtimmt, bei ihm einſprach, um eine, die Kunſt betreffende, Erkundigung einzuziehen, und ging nach wenigen


