Teil eines Werkes 
1. Theil (1822) Moosrosen / von W.A. Lindau
Entstehung
Einzelbild herunterladen

n, das

erwie⸗ als die

gt mir,

u, und im Se⸗ kkannte. m Be⸗ , das

— kann.

Sebald Vater ihm ge⸗ auflo⸗ tzündet und

mahl?

139

Alle ſtanden nun vor dem Bilde. Herr Her⸗ wart war ſehr zufrieden, und ſprach das treffende Urtbeil eines natürlichen Kunſtſinnes, und mit er⸗ freuender Wärme das Löb des Künſtlers aus. Der Fremde fühlte die Wahrheit dieſer Außerungen, und als Herwart ihn um ſeine Meinung fragte, pries er die Vorzüge des Werkes eben ſo gerecht, als er es einige Tage früher gethan hatte; aber es war ihm offenbar peinlich, es auch hier thun zu müſſen.

Herwart, ſo wenig ſein gerader Sinn ſich ſonſt durch Schmeichelei beſtechen ließ, war doch ein we⸗.4 nig ſtolz darauf, ſich nach einander von zwei Künſt⸗ lern als Gönner begrüßt zu ſehen; denn auch der 4 Fremde aus Antwerpen war an dieſem Tage zum Erſtenmahl vor ihm erſchienen, um ſeiner Gunſt ſich

zu empfehlen. Ihr ſeht wohl, ſprach er nun zu

ihm, ihr habt einen tüchtigen Mitbewerber; aber ich will auch für Euch gern thun, was in meinen Kräften ſteht, und es iſt dann an Euch, eure eigne

Vermögſamkeit zu zeigen. Doch, Ihr ſeid Freunde,

und ſo werdet Ihr auch freundlich neben einander

euren Weg gehen.

Die beiden Künſtler verließen bald nachher zu⸗ ſammen das Haus. Es war dem Fremden, der ſich Van Bliet genannt hatte, nicht entgangen, daß der frühere Schützling des wackern Handelsherrn in ho⸗ her Gunſt bei Allen ſtand, und Sebalds Verhältniß mit Apollonia, das er bisher nur geargwohnt hatte, war ſeinem ſcharfen Blicke nun offenbar geworden.