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Otmar, der die Zurückhaltung des alten Man⸗ nes nicht länger durch Fragen in Verlegenheit ſetzen wollte, ließ ſeinem Oheime die Verſicherung ſeiner Theilnahme melden, und um die Erlaubniß bitten, ihn am folgenden Morgen zu beſuchen. Kaum war er aufgewacht, als er zum Frühſtücke in ſeines Oheims Zimmer gerufen wurde. Der Freiherr war auffallend verſtimmt und niedergeſchlagen, befand ſich jedoch, nach ſeiner Verſicherung, beſſer und ſchrieb ſeinen Unfall der kühlen Abendluft zu. Otmar hatte ſich ſeit einiger Zeit ſo ſehr mit ſeinem Oheime be⸗ freundet, daß er ſeine Beſorgniße über deſſen Ge⸗ ſundheitzuſtand mit einer Wärme äußerte, die den Freiherrn zu rühren ſchien.
Nach dem Frühſtück gingen ſie in's Freie. Ihr Weg führte über den Schloßberg auf die Waldhöhe, wo ſich eine reizende Ausſicht in das Thal und auf die ferne Gebirglandſchaft öffnete.„Nicht wahr, lie⸗ ber Oheim, ſprach Otmar, auf den fröhlichen Kranz von Wald, Wieſen und blühenden Feldern deutend, der das Schloß umgab: hier überſehen wir ihre Beſitzung?“
So iſt's, in dem Umkreiſe von einer Stunde, erwiederte der Freiherr gleichgiltig⸗ Ja, mit ſol⸗ chen Gaben hat das Glück mich geſegnet. Und doch— fuhr er lebhaft fort, indem er vor ſeinem Reffen ſtehen blieb, und ihn bewegt bei der Hand


