Teil eines Werkes 
1. Theil (1822) Moosrosen / von W.A. Lindau
Entstehung
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weſen war. Nun meinte man, die könnte der Teu⸗ fel zum Werkzeuge gebraucht haben, und ſie hätte ſich vielleicht blenden laſſen, von einer Elenklaue, in Silber gefaßt, die das Kind am Halſe hatte. Otmar fand dieſe Deutung nicht ſehr wahr⸗ ſcheinlich, wiewohl er ſich die Räthſel nicht löſen

konnte, die mit der ſonderbaren Geſchichte verfloch⸗

ten zu ſein ſchienen. Er ging gedankenvoll in ſein Zimmer, und als er ſich umgekleidet hatte, erſchien des Freiherrn alter Diener, um ihm zu melden,

daß ſein Herr unpäßlich geworden, und den geehr⸗

ten Gaſt nicht bei Tiſche ſehen könnte. Beſtürzt über dieſe Botſchaft, wünſchte Otmar, ſeinen Oheim wenigſtens beſuchen zu dürfen.

Der gnädige Herr hat ſich bereits zu Bette ge⸗ legt, erwiederte der Diener. Aber ſein Sie ohne Sorgen. Ich vermuthe, es iſt bloß eine Erkältung. Als der gnädige Herr in's Zimmer kam, merkte ich ſchon, daß Hochdieſelben nicht recht heiterwaren, und kaum war ein Brief geleſen, der heute mit ei⸗ nem Boten gekommen war, ſo wurde der Schwin⸗ del ſo heftig, daß ich wirklich Sorgen hatte. Seit⸗ dem iſt's aber beſſer geworden.

Ein Brief? hob Otmar wieder an. Vielleicht eine unglückliche Nachricht?

Ich will nicht geſagt haben, erwiederte der vorſichtige Alte, daß der Brief einen beſondern Eindruck auf den gnädigen Herrn gemacht hätte. Nur ſchien bei dem Leſen des Briefes das Übelbe⸗