Teil eines Werkes 
1. Theil (1822) Moosrosen / von W.A. Lindau
Entstehung
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reiherrn, en Weg annahm, ; aber icht mit

jungen

ſe, den erdanken⸗ Schloſſe.

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Otmar,

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Leichen⸗ 9 umſe⸗ te Frage

bald endlich

37 ein alter Jäger, die jungen Leute hätten geglaubt, das Flämmchen im Geröhrig zu ſehen. Wie oft hab' ich ſchon geſagt, daß ich dieſes

thörige Geſchwätz nicht hören will? ſprach der Frei⸗

herr mit finſterm Ernſte. Glauben Knaben daran, ſo ſollten Grauköpfe ſie zurechte weiſen, wenn ſie nicht ſelber faſeln.

Otmar blickte nach dem Teiche, und ſah deut⸗ lich ein zitterndes Flämmchen, das ſich eben im Schilfe verlor. Der alte Jäger, der über die Worte ſeines Herrn empfindlich war, bemerkte Otmar's Aufmerkſamkeit, und warf ihm einen bedeutendeu Blick zu. Als ſie in den Schloßhof kamen, und der Freiherr ſchneller voran ging, zupfte der Jäger den jungen Mann am Arme. Herr Lieutenant, ſprach er, der gnädige Herr mag nicht gern davon hören, aber es iſt dennoch wahr, ich habe das Licht oft ge⸗ ſehen, wenn ich ſpät aus dem Holze kam.

Sehr natürlich, auf dem feuchten Moorgrunde müſſen ſich wohl Irrlichter erzeugen, die dann am Ufer verſchwinden.

Irrlichter 2, erwiederte der Jäger. Nein, das iſt kein Irrlicht, lieber Herr. Und warum denn gerade an dem Orte, wo das Unglück geſchah? Ge⸗ rade an dem Tage der Woche, wo das Kind er⸗ trank? Es war ein Freitag, wie heute⸗

Ihr waret alſo ſchon hier, als meinen Oheim

dieſes harte Schickſal traf? fuhr Otmar fort. Durch

welche Verwahrloſung konnte es dazu kommen.