Teil eines Werkes 
1. Theil (1822) Moosrosen / von W.A. Lindau
Entstehung
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Wilden

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Otmar erzählte ſeinem Oheime, wie er im letz⸗ ten Feldzuge, bei einem Vorpoſtengefechte mit ſeinem verwundeten Pferde geſtürzt wäre, und ein Huſar ſchon den Säbel geſchwungen hätte, ihm den Kopf zu ſpalten, als Walding, der bei dem Jägerregi⸗ mente geſtanden, mit Geiſtesgegenwart und ſicherer Hand den feindlichen Reiter vom Pferde geſchoſſen

hätte.

Junger Mann, ſprach der Freiherr zu dem trenoc Jäger, es iſt mir lieb, daß Ihr einen ſo guten Bürgen gefunden habt. Ich weiß nicht, ob ich eurer bloßen Verſicherung geradezu geglaubt ha⸗ ben würde, wenn auch euer Geſicht ein gutes Wort für Euch einlegt. Wohlan, nehmet auch meinen Dank für den Dienſt, den Ihr meinem Neffen ge⸗ leiſtet habt. Ich habe euren Vetter, den Förſter in Bergheim, ſchon lange als einen treuen Diener un⸗ ſeres Fürſten, und als einen trefflichen Weidmann ruͤhmen hören. Grüßt ihn freundlich von mir, und ſagt ihm, ich möchte künftigen Herbſt gern einmal mit ihm jagen.

Der Vetter des Förſters in Bergheim? ſprach Otmar lebhaft.

Ja, lieber Hexrr Lieutenant, erwiederte Wal⸗ ding, und ich hoffe, Sie werden ihrem alten Kriegs⸗ kameraden erlauben, Sie zuweilen zu beſuchen, ſo lange Sie in unſerer Gegend ſind.

Gewiß gewiß! antwortete Otmar ein wenig befangen.