Teil eines Werkes 
1. Theil (1822) Moosrosen / von W.A. Lindau
Entstehung
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Tages pen? But, das ſtimmt mit meinen Abſichten auch n Be⸗ überein. falten. Mein Lebensplan iſt in der That noch ſo we⸗ ſprach nig beſtimmt, daß ich jetzt ſchon kaum über einen ungen veſten Entſchluß mit mir einig werden könnte. fallen, Nach dieſem Geſpräche folgte eine Pauſe, und verde, der Freiherr war in tiefe Gedanken verſunken, als 4 ſeyn. ſie aus dem Gebüſche, das den Fuß des Schloßber⸗ 3 pfüicht ges bedeckte, an das Ufer eines ſehr großen Teiches wäre kamen, und in dieſem Augenblicke aus dem dichten orden Schilfe einige wilde Anten aufflogen. Der Freiherr auf fuhr zuſammen. Er blieb ſtehen, und heftete ſchwei⸗ ſol⸗ gend ſeine Blicke auf den ſtillen Waſſerſpiegel, an 4 auken deſſen Ufer, nahe vor ihm, eine einfache Marmor⸗ Urne unter den tiefgeſenkten Aſten einer Trauerweide h ſehr ſtand. Seine Züge verriethen, daß die Erinnerung iiherr, an einen zerreiſſenden Schmerz durch ſeine Seele wenn fuhr. Er faßte mit zitternder Hand den Arm des emner⸗ jungen Mannes, und ſprach bewegt: Sie kennen nicht das Unglück meines Hauſes? Hier hier verſank lohr mein einziges Kind. Dieſes Schilfrohr deckt ſein Pelch Grab Kommen Sie! kommen Sie! fuhr er fort, nic ſich faſſend, und folgte mit ſchnellen Schritten den nicht wartenden Jägern. 11u Die Zerſtreuungen der glücklichen Jagd ſchienen wohlthätig auf die Stimmung des Freiherrn zu wir⸗ , ben, doch blieb er immer ungewöhnlich ernſt, und dede zeigte gegen Otmar eine kalte Zurückhaltung, als

2 wäre es ihm unangenehm geweſen, das aufwallende le 0 1 3