Teil eines Werkes 
1. Theil (1822) Moosrosen / von W.A. Lindau
Entstehung
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ren konnte. Der Freiherr wollte ihm eines Tages ben ſein Jagdgebiet zeigen, und gab ſeinen Jägern Be- überei fehl, einen Birsgang im Walde zu veranſtalten. Nachmittags ging er mit Otmar aus. Er ſprach nig b mit Theilnahme von den Angelegenheiten des jungen veſten Kriegsmannes, und ließ die Bemerkung fallen, daß er ſeine Verbindungen am Hofe benutzen werde, der ihm zu ſchnellerem Fortkommen behilflich zu ſeyn. ſie a Otmar gab zur Antwort, er glaubte, ſeine Pflicht ges im Felde redlich erfüllt zu haben, und dieß wäre kam auch von ſeinen Obern ſo laut anerkannt worden, Schi daß er mit Zuverſicht bei der erſten Gelegenheit auf fuhr Beförderung rechnen könnte; aber er wäre zu ſtolz, end um dabei irgend etwas fremdem Schutze verdanken diſe zu wollen. Uen

Das ſind freilich etwas ſtolze, wenn auch ſehr Ph ſtan

. ehrenwerthe Geſinnungen, antwortete der Freiherr, an

aber Sie werden vielleicht Gelegenheit finden, wenn fahr auch nicht bei ſich, doch bei Andern, die Bemer⸗ iun kung zu machen, daß das unbeſchützte Verdienſt nicht das immer Anerkennung, nicht immer gerechte Beloh⸗ mei nung findet. r

Nun, dann iſt der Schritt deſto leichter, mich ſih aus einem Verhältniſſe zu ziehen, wo ich ſie nicht w finde, zumahl, da dieſer Schrist über kurz oder lang ohnehin geſchehen wird. ni

Sie haben alſo die Abſicht, den Kriegs⸗ dienſt zu verlaſſen? Sie wollen auf dem Lande, lin oder vielleicht in einem ruhigern Staatsdienſte le⸗ 4