g mit er vos
aus⸗
eſchaͤf⸗
27
den ehrlichen Rürner einen unzuyverlaͤßigen Zeugen nannte.
Aus dem Burghofe kam Otmar auf einen freundlichen Platz, der den Zugang zu dem neuen Schloſſe bildete, eine große Raſenrundung, mit Ta⸗ xus⸗Pyramiden und zwei Reihen von Pomeranzen⸗ bäumen, auf deren Kübeln die verblichenen Wapen⸗ farben des freiherrlichen Hauſes, gelb und roth, noch zu unterſcheiden waren. Als er nach dem Eingange des Schloſſes ritt, kam zwiſchen den einförmig ver⸗ ſchnittenen Bäumen ein eben ſo ſteifer alter Diener hinauf, der ſeine wohl gepuderte Haarbeutelperücke aufgeſetzt, aber ſeine Hausjacke, von großgeblümtem Kalmank auszuziehen, ſich nicht Zeit genommen hatte, um den Fremden zu empfangen. Otmar's erſte Frage verrieth den erwarteten Neffen des Ge⸗ bieters, und der alte Diener benutzte die zeitgemäße Erſcheinung eines Reitknechts, dem er es überließ, dem Fremden das Pferd abzunehmen, und eilte in die Dienſtbotenſtube. Nach einigen Minuten kam er in ſeinem rothen Treſſenrocke, mit dem Trauerflor um den Arm zurück, um Otmar zu dem Freiherrn zu führen.
Er ſagte dem jungen Manne, ſein Geblieter wäre am vorigen Abende ſehr bekümmert über das Ausbleiben des ſehnlich erwarteten Gaſtes geweſen, hätte bis um zwölf Uhr mit der Tafel warten laſ⸗ ſen und ſich erſt um ein Uhr zur Ruhe begeben. Endlich öffnete der alte Nann eine Flügelthüre, und


