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Otmar ſuchte des Fuhrors Vermuthung mit der widerſprechenden Erſcheinung, die er in der vo⸗ rigen Nacht belauſcht hatte, ſo gut als möglich aus⸗ zugleichen, und der grübelnde Verſtand war geſchäf⸗ tig genug, dem geheimen Wunſche ſeines Herzens zu dienen. Er war damit ſo weit gekommen, daß er
Helena zu einer Freundinn der ſchönen Förſtertochter
und zu einer Vertrauten der beiden Liebenden ge⸗ macht hatte, als er zu dem Wirthshauſe kam, der Waldweg in die Landſtraße fiel.
wo Der Führer wurde entlaſſen mit einem freigebigen Geſchenke, und mit dem Auftrage, der guten Frau Heinau für ihre Gaſtfreundſchaft nochmal zu danken, und Otmar ritt in raſchem Trabe voran.
Der Weg ſenkte ſich endlich in ein weites, von ſchön bewaldeten Hügeln eingeſchloſſenes Thal, wo auf einer vorſpringenden Bergzunge, von alten Ei⸗ chen beſchattet, das Schloß des Freiherrn von Nordeck ſich erhob, deſſen bewohnter Flügel an die mahleriſchen Trümmer einer Burg angebaut war. Nach einer Viertelſtunde ritt Otmar durch das alte Burgthor in den Schloßhof. Der Freiherr hatte hier ſeinem Wohnhauſe lieber eine reizende Ausſicht ent⸗ ziehen, als ein, ſchon im dreißigjährigen Kriege zer⸗ ſtörtes Gemäuer vollends niederreißen wollen, weil über der Innenſeite des Thores ein Wapenſchild ganz unverſehrt war, womit er ſeine Behauptung der Turnierfähigkeit ſeines Geſchlechtes im drei⸗ zehnten Jahrhunderte bekräftigte, wenn Jemand
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