Teil eines Werkes 
1. Theil (1822) Moosrosen / von W.A. Lindau
Entstehung
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Und ohne Zweifel hat ſie ihre Enkelinn mitge⸗ bracht? fuhr Otmar fort, um das Geſpräch ſchnell auf den Gegenſtand zu lenken, der ihn am meiſten anzog.

Jungfer Lenchen, meint der Herr? Ich weiß es nicht, aber die iſt nicht immer bei ihr, und ich

höre, ſie geht auch bald wieder zu ihrer Mutter, die

wohnt drei Meilen von hier in Weilsberg.

Und wer iſt ihr Vater? fuhr der neugierige Reiſende fort, aber ſo weit ging die Kunde des Führers nicht. Er hatte Helena's Mutter nur etwa dreimal bei Frau Heinau geſehen, und wußte nicht, ob ſie die Tochter oder die Schwiegertochter der Großmutter war.

Otmar wollte das Geſpräch nicht fallen laſſen, und als er eine geſchickte Wendung ſuchte, um auf den nächtlichen Jäger zu kommen, fiel er ziemlich abgebrochen mit einer Frage ein, die den Führer nothwendig darauf bringen mußte.

Ich weiß nicht, antwortete er, ob ſie einen Verwandten hat, der ein Jäger iſt. Der Förſter in Bergheim gehört auch nicht zu ihrer Freundſchaft, ſo viel ich weiß, aber er kennt Frau Heinau.

Und beſucht ſie vermuthlich oft? fragte Otmar.

Das habe ich nie geſehen, aber in unſre Kir⸗ che, eine halbe Stunde von hier, da kommt er zu⸗ weilen hin, noch mehr aber ſein Vetter, der junge Moritz, und ich habe ein Paarmal geſehen, wie er mit Frau Hieinau und Jungfer Lenchen auf dem

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